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Richtkonzept Wasserauen

Kurzbeschreibung

Ziel des Richtkonzeptes Wasserauen ist es, eine Grundlage für die Anpassung der kantonalen Nutzungsplanung zu schaffen. Um nicht nur die fachlichen Aspekte in das Richtkonzept einfliessen zu lassen, wurden, neben der umfassenden Analyse und der Betrachtung von landschaftlichen Elementen sowie touristischen Angeboten, Interviews mit Akteuren und Anspruchsgruppen geführt. Die räumliche Entwicklung hängt in Wasserauen von unterschiedlichen Aspekten ab. Dies sind vor allem die Interessen des Bezirks Schwende bzw. des Kantons Appenzell Innerrhoden, der Ebenalpbahn, der Appenzeller Bahnen und der ansässigen Landwirte sowie der Gastronomie-Betriebe mit touristischen Zielen. Das Richtkonzept Wasserauen 2018 berücksichtigt die verschiedenen Interessen und zeigt auf, in welchen Bereichen Lösungsansätze der anzustrebenden Entwicklungen liegen, unter Abwägung der unterschiedlichen Interessen.
Für die weitere Bearbeitung ist es wichtig, die zwei geplanten Bauvorhaben, Um- und Ausbau der Tal-station Ebenalpbahn sowie Umnutzung und Ausbau des ehemaligen Bahnhofgebäudes aufeinander abzustimmen. Die Planung für diese Vorhaben können erst aufgenommen werden, wenn die Organisation und Gestaltung des Strassenraumes sowie Massnahmen zur Renaturierung entlang des Schwendebaches abgeschlossen sind. Dementsprechend ist als Erstes ein Betriebs- und Gestaltungskonzept für Strassenraum und Parkierung für den Talboden von Wasserauen auszuarbeiten. Parallel dazu er-folgt die Erarbeitung des kantonalen Nutzungsplans. Dieser soll möglichst zeitnah umgesetzt werden, damit die Auswirkungen der touristischen Entwicklungen gesteuert werden können. Nur in Abstimmung der einzelnen Planungsschritte wird gesamtheitlich betrachtet eine hochwertige und nachhaltige Entwicklung in Wasserauen stattfinden.
Langfristig wird empfohlen ein umfassendes Mobilitätskonzept zu erarbeiten, welches sich über die Bezirksgrenzen hinaus erstreckt. Inhalt dieses Konzeptes sind unter anderem Themen zur Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf den öffentlichen Verkehr. Die Voraussetzungen sind mit dem Anschluss an das Verkehrsnetz der Appenzeller-Bahnen und der Strassenverbindung nach Schwende gegeben. Mit der Neukonzeption des Verkehrs können die heute bestehenden Probleme an Tagen mit erhöhtem Ausflugsverkehr in Wasserauen langfristig und nachhaltig bewältigt werden, ohne landschaftliche Qualitäten zu beeinträchtigen. 

Auftraggeber

Kanton Appenzell Innerrhoden, Amt für Raumentwicklung

Projektleitung

Prof. Heidi Berger Burger

Projektmitarbeit

Andreas Keiser, Flurin Kern, Svenja Bütschi, IRAP Institut für Raumentwicklung HSR – Zusammenarbeit mit Thomas Oesch, Nadja Schläpfer, ILF Institut für Landschaft und Freiraum HSR

Laufzeit des Projektes

01.2018-01.2019

Status

Laufend



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