Publikationen
Die durch das IRAP erarbeiteten Projekte sind anwendungs- und praxisbezogen.
Raumplanung ist eine öffentliche Aufgabe und im gleichen Sinn verstehen wir auch unsere Arbeit. Unsere Publikationen und Berichte zu Forschungs-, Entwicklungs- und Testvorhaben sind daher öffentlich zugänglich und kostenlos für den Download (soweit nicht durch einen Verlag vertrieben). Sie stellen zur Diskussion, dokumentieren den Dialog mit der Praxis und bieten Lehr- und Arbeitsmaterialien für Studium und Praxis. Vor allem aber sollen sie dem Austausch und Wissenstransfer dienen.
Aktuell
Die „Probezeit“ der Raumplanung ist nun vorbei
Die Siedlungen wachsen, das Landschaftsbild verändert sich. Was geschieht mit unserem Lebensraum? Wer übernimmt die Verantwortung für Veränderungen? Diese Fragen richten sich nicht nur Grundeigentümer und Behörden, sondern an alle. Denn kaum ein anderer Politikbereich in der Schweiz bietet grössere Mitwirkungsmöglichkeiten und demokratische Rechte als gerade die räumliche Entwicklung.
Das nunmehr 30 Jahre alte Raumplanungsgesetz der Schweiz soll einer Gesamtrevision unterzogen werden und der Bund will sich ein Raumkonzept geben. Um dem hochgesteckten Ziel einer nachhaltigen räumlichen Entwicklung näher zu kommen, muss das Engagement aber weiter gehen!
Kurt Gilgen beleuchtet damit zusammenhängende Fragen von drei unterschiedlichen Standpunkten aus: als Praktiker und Erzähler, als Theoretiker und als politisch Engagierter. Die – so oder ähnlich erlebten – Kurzgeschichten aus dem Alltag eines Raumplaners spiegeln die langjährige Praxiserfahrung des Autors wider. Sie zeigen die Hintergründe seiner Haltung, die zu 99 Thesen der Raumplanung führen. Diese werden mit fachtheoretischen Überlegungen untermauert und am Schluss des Buches dem heute Machbaren gegen-übergestellt. Der Entwurf zum neuen Raumentwicklungsgesetz wird dabei in allen Facetten und mit der geforderten Verantwortung für den Lebensraum kritisch betrachtet und gewürdigt.
Zone*Imaginaire
Weltweit werden ehemalige Industrieareale mit neuen, nicht definitiven Nutzungen – sogenannten Zwischennutzungen – belegt. Sie beleben die Areale und füllen mit ihren vielfältigen Aktivitäten die Räume. Das Projekt zone*imaginaire hat Dutzende solcher Areale in der Schweiz und im Ausland zum Thema gemacht und in sieben ehemaligen Industriearealen in Aarau, Winterthur und Zürich eingehende Untersuchungen durchgeführt.
zone*imaginaire zeigt auch Wege auf, wie mit den Arealen planerisch verfahren werden kann. Selbst ein Zwischennutzungsprojekt mit mobilen Immobilien, welches aus zone*imaginaire hervorgegangen ist, wird beschrieben. Dazu kommen Fotoportraits und Interviews mit Zwischennutzenden, Investoren sowie StadtpräsidentInnen. Ein umfangreicher "Werkzeugkasten" am Ende des Buches liefert konkrete Instrumente und Anleitungen für die beteiligten Akteure.
ZONE*IMAGINAIRE: ZWISCHENNUTZUNGEN IN INDUSTRIEAREALEN
Marc Angst / Philipp Klaus / Tabea Michaelis / Rosmarie Müller / Stephan Müller / Richard Wolf
2010, vdf Hochschulverlag AG an der ETH Zürich
220 Seiten, Format 20 x 26,5 cm, englisch broschiert
zahlreiche Fotos und Grafiken, durchgehend farbig,
mit zus. Broschüre zu Zwischennutzungen (16 Seiten)
CHF 58.00 / EUR 39.90 (D)
ISBN 978-3-7281-3277-2


