Grundlagen und Methoden der Raumplanung
Mehr und mehr verlagern sich die Aufgaben der Raumplanung von rein öffentlichen oder privaten zu gemeinsam zu bewältigenden Vorhaben sowie von klar einer Ebene zuteilbaren Funktionen auf Verbundaufgaben. Diese aktuellen Prozesse innerhalb der Raumplanung verlangen nach neuen Arbeitsmethoden und der Entwicklung innovativer Verfahren und Planungsmittel. Gleichzeitig sieht sich die Raumplanung mit einem Planungsinstrumentarium konfrontiert, das als Folge unseres föderalistischen Staatsaufbaus sehr unterschiedlich ausgeprägt wurde. Damit verbunden ist eine Vielfalt an getesteten Methoden, Abläufen und Regelungen.
Unser Beitrag in dem sich abzeichnenden Veränderungsprozess liegt einerseits im Bereich der Planungsmethodik und andererseits in der Weiterentwicklung des raumplanerischen Instrumentariums sowie in der Aufbereitung von Planungsgrundlagen.
Forschungsthemen und Arbeitsschwerpunkte
Harmonisierung der Baugesetzgebung / Normierung der Begriffe und Messweisen
In der Schweiz existieren 26 kantonale Bau- und Planungsgesetze. Rund 2900 Gemeinden verfügen über entsprechende Regelungskompetenzen. Unsere Beiträge zielen auf eine Vereinheitlichung und Vereinfachung des formellen Bau- und Planungsrechts (Harmonisierung) und der Fachsprache (Normierung) ab.
Planungsinstrumentarium
Konzepte sowie Sach-, Richt- und Nutzungspläne erweisen sich als hervorragendes Instrumentenset zur Lösung traditioneller Aufgaben der Raumplanung. Heute machen programmorientierte Planungen (z.B. Agglomerationsprogramme), Planungen mit einer offenen Beteiligung von Planungsakteuren (z.B. regionale Parkprojekte), kooperative Planungen (z.B. Tourismusplanungen, städtebauliche Grossprojekte), Verbundaufgaben usw. neue Planungsinstrumente erforderlich, welche die Vorteile von Plänen mit denen von Verträgen verbinden.
Kooperation und Partizipation
Die Zusammenarbeit zwischen öffentlichen Trägern sowie zwischen öffentlichen und privaten Planungsakteuren machen Zusammenarbeitsformen und Verfahren erforderlich, welche im Widerstreit zur Partizipation der Interessierten und Betroffenen stehen können. Wir beschäftigen uns mit der Verbindung von Prozessen der Kooperation und der Partizipation.

